Zu hart, zu weich, zu fest oder zu leicht: der Härtegrad jeder Matratze ist ganz entscheidend für Ihre persönliche Schlafqualität jede Nacht. Je nach Material unterscheidet man hier verschiedene Härtegrade.

Aus Festigkeit und Dichte der Matratze ergibt sich die sogenannte Stauchhärte. Dabei wird der Druck gemessen, der nötig ist, um die Matratze in Relation zu ihrer Dicke auf eine bestimmte Stärke zusammenzupressen. Hohe Stauchhärte steht dabei für eine besonders harte Matratze. Je nach Zusammensetzung variieren die Härtegrade ein wenig, da es für Härtegrade keine einheitliche Normierung für alle Matratzen-Arten gibt. Allen Matratzen der meisten Hersteller gemeinsam sind aber die Bezeichnungen nach Härtegraden von H1 (sehr weich) bis H4 (hart) oder H5 (sehr hart). Manche Hersteller unterscheiden mit dem Buchstaben F für Festigkeit nur zwischen soft, medium oder fest. H1 bei einem Hersteller muss also nicht genauso weich wie beim anderen sein. Bei allen bezeichnet aber der Härtegrad H1 die weichste Matratze.

Optimale Matratzenhärte berechnen

Mit den hier angegeben Parametern können Sie den idealen Matratzen Härtegrad berechnen. Somit vermeiden Sie gleich vorab Beschwerden wie Verspannungen oder gar starke Schmerzen.

Welcher Härtegrad ist für mich richtig?

Eine der häufigsten Ursachen für Rückenschmerzen ist eine alte Matratze gepaart mit dem falschen Härtegrad. Folgende Faustregel können Sie bei der Wahl Ihrer neuen Matratze meist anwenden. Je schwerer Sie sind, desto höher sollte der Härtegrad Ihrer Matratze sein. Je weniger Gewicht Sie auf die Waage bringen, desto niedriger darf der Härtegrad sein. Schwere Menschen sinken bei zu weichen Matratzen so tief ein, dass die Wirbelsäule im Schlaf keine erholsame Lage finden kann. Unterschiedliche Rückenprobleme sind früher oder später die unerwünschte Folge einer zu weichen Bettmatratze. Umgekehrt bietet eine zu harte Matratze besonders leichten und zierlichen Menschen nicht die Möglichkeit, Schultern und Hüftbereich sanft einsinken zu lassen. Auch hier sind Beschwerden wie Rücken-, Hüft- und Schulterschmerzen und Verspannungen auf lange Sicht vorprogrammiert. Unter anderem kann eine falsche Matratze die Ursache für Schmerzen an den Bandscheiben sein. Die beste Schlafposition lässt Ihre Muskeln entspannen und bietet gleichzeitig ausreichend Unterstützung der Lendenwirbelsäule für ein perfektes Liegegefühl. Wählen Sie Ihre neue Matratze daher mit dem richtigen Härtegrad – ein unterstützendes Kissen kann ebenfalls sinnvoll sein. Weiche Matratzen der Kategorien H1 oder F1 sind daher meist nur ideal für Personen bis maximal 60 Kilogramm Körpergewicht und bieten ein sehr weiches Liegegefühl, aber häufig weniger Unterstützung für den Rücken. Ab 80 Kilogramm ist der Härtegrad H2 oder F2 meist besser geeignet. Für Härtegrad H3 oder F3 sollten sich nur Menschen mit einem Körpergewicht zwischen 80 Kilogramm und 110 Kilogramm entscheiden. Darüber kommen nur noch sehr feste Matratzen der Kategorien H4 oder F4 oder sogar H5 und F5 in Frage. Diese grobe Einteilung nach Ihrem Körpergewicht ist eine erste ganz gute Orientierungshilfe.